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GTC: Doppelsieg für Ronny C’Rock am Nürburgring

Ein voller Erfolg war das vierte Rennwochenende des DMV GTC auf dem Nürburgring. 26 GT- und Sportwagen machten die Rennen zu einem Fest für Fans und Fahrer. Land Motorsport konnte mit Ronny C’Rock einen Doppelsieg feiern.
Dazu gab es einige bekannte Top-Piloten und mit Bentley tolle Fahrzeuge für die Rennleitung.

Für DMV GTC-Organisator Ralph Monschauer war es ein hervorragendes Erlebnis: „Wir sind nicht nur mit unseren beiden Serien hier, sondern auch Veranstalter des gesamten Motorsport XL Weekend am Nürburgring. Dass es so gut laufen würde und wir solch ein fantastisches Starterfeld präsentieren können, hätten wir nicht zu träumen gewagt.“

Die Starterliste umfasste unter anderem sechs Audi R8 LMS, vier Mercedes AMG-GT3, zwei BMW Z4 GT, zwei Lamborghini Huracan, acht verschieden Porsche-Modelle und dazu noch Pagani Zonda, Pumaxs RT oder Praga R1 Turbo.

Und nicht nur die Quantität stimmte – auch die Qualität war klasse. Die Rennen waren in den einzelnen Klassen spannend und ausgeglichen.



Mann des Wochenendes war auf jedenfall wieder Ronny C’Rock. Mit dem letztjährigen Siegerauto des ADAC GT Masters rockte er die Rennen: „Land Motorsport hat mir den Audi R8 LMS natürlich auch bestens präpariert dort hingestellt. Sie profitieren natürlich von ihrer Erfahrung auf dem Nürburgring“, so der Berliner.

Ronny C’Rock holte für beide Rennen des DMV GTC die Pole Position und nutzte diesen Vorteil auch für die Rennen aus. Mit zwei Siegen bekam er die Maximalzahl von 50 Zähler zur Meisterschaft hinzu. Wageneigentümer Stefan Eilentropp, der erst in Hockenheim wieder ins Lenkrad greift, war stolz auf die Leistung seines Schützlings.

Der zweite Mann des Wochenendes war Fabian Plentz. Im unterlegenen Audi R8 LMS ultra hatte er das Abo auf Platz zwei für die beiden Zeittrainings-Sitzungen und die beiden Rennen. Plentz startet jedoch in der GT3-Klasse 8 und muss sich dort der „Balance of Performance“ unterwerfen. Hat also einen Air Restrictor und Gewichtsvorgaben zu erfüllen, die Ronny C’Rock nicht hat. Plentz dominierte die Klasse 8 und holte sich auch dort seine 50 Punkte und übernahm am Ende des Tages die Meisterschaftsführung. Doch dazu später mehr.

Dritter Mann auf dem Podest von Rennen 1 war Peter Schmidt. Der Teameigentümer von Car Collection teilte sich am Wochenende das Cockpit mit Dimitri Parhofer und zeigte nach Platz drei im Qualifying eine starke Leistung im Rennen und wurde mit seinem Audi R8 LMS Zweiter seiner Klasse 10.

Tommy Tulpe machte mit Platz vier den Triumph von Audi perfekt. Mit seinem Audi R8 LMS kam er vor Benni Hey (Porsche 991 GT3 R – Platz zwei Klasse 8) auf Platz vier. Sechster wurde Dietmar Haggenmüller im Mercedes AMG-GT3. Er hatte sich prominente Verstärkung für sein Team mitgebracht. Das Brüderpaar Jürgen und Uwe Alzen kümmerte sich um das Team von Spirit Racing. Antonin Herbeck fuhr im Pagani Zonda auf Platz sieben vor Wim de Pundert im Mercedes AMG-GT3 von HTP Motorsport. Timo Scheibner holte sich Gesamtplatz acht, wurde aber im BMW Z4 GT3 sehr starker Dritter der Klasse 8. Sein Dauerkonkurrent Lars Pergande kam im Z4 auf Platz zehn.

Und auch die Klasse 7 war hart umkämpft. Hier war Andreas Sczepansky im Porsche 991 GT3 Cup das Maß der Dinge. Er verwies in Rennen 1 Alex Markin (Dupré Motorsport) und Karlheinz Blessing (GetSpeed Performance) auf die Plätze zwei und drei. Thomas Langer sammelte mit Platz vier aber noch wichtige Punkte für die Meisterschaft.

Rennen 2 wurde bei besten Bedingungen und guter Kulisse am Samstagnachmittag gestartet. Vornweg die beiden oben beschriebenen Piloten Ronny C’Rock und Fabian Plentz. Diesmal aber Tommy Tulpe auf Rang drei und Platz zwei der Klasse 10. Er machte den erneuten Dreifacherfolg von Audi perfekt. Dahinter spielten sich allerdings ebenfalls wichtige Dinge ab. Denn auf Platz vier sah man schon Claudia Hürtgen. Im BMW Z4 GT3 wechselte sie sich im Cockpit mit Timo Scheibner ab. Und da sie beim Qualifying am Freitag nicht antreten konnte, musste die Aachenerin von ganz hinten das Rennen aufnehmen. Am Ende sah man den Z4 vom Team Schaller Motorsport auf Gesamtplatz vier und Platz zwei der Klasse 8. Direkt dahinter der Klassenkonkurrent Benni Hey vor Antonin Herbeck und Sepp Klüber (Mercedes AMG-GT3).

In der Klasse 7 war erneut Andreas Sczepansky ganz vorne zu finden. Diesmal aber sicherte sich Thomas Langer Platz zwei vor Alex Markin und Karlheinz Blessing (alle Porsche 991 GT3 Cup). Pablo Briones (Porsche 997 GT3 Cup) holte sich Platz fünf. Dafür gewann er die Wertung der weitesten Anreise. Pablo flog mal wieder aus Santiago de Chile ein, um bei den Rennen mitzufahren.

Ein Highlight waren sicherlich auch die Fahrzeuge für die Rennleitung Von Bentley Motors kamen drei Autos. Rennleiter Andreas Thamm setzte den Bentley Flying Spur W12 S als Führungsfahrzeug ein. Dazu den Continental Supersports als Safety Car und den SUV Bentley Bentayga als Medical Car. Zweites Highlight war wieder die Sommerparty, zu der die DMV GTC-Organisation am Freitagabend eingeladen hatte. Erneut war man zu Gast in der DUNLOP Lounge.

In der Meisterschaft gab es nach acht Rennen nun ein Wechsel der Spitze. Neue Tabellenführer sind Fabian Plentz/Egon Allgäuer. Das Duo führt mit 158 Punkten die Wertung zur Saisonhalbzeit an. Der bisherige Tabellenführer Thomas Langer kommt auf 155 Punkte. Und dahinter liegt Tommy Tulpe auf Platz drei mit 152 Zählern. Und da am Ende des Jahres noch zwei Streichresultate aus zwei verschiedenen Rennwochenenden gestrichen werden, ist noch gar nichts entschieden!

Bereits am 07./08. Juli 2017 geht es weiter mit den Rennen 9 und 10. Dann ist man zu Gast bei den "Porsche Days" auf dem Hockenheimring.

Text: RALPH MONSCHAUER