Spektakuläre Freestyle Motocross Show in Berlin

Nur eine Woche nach dem WM-Kickoff in Basel trafen sich die Extremsportler der NIGHT of the JUMPs am vergangenen Wochenende in Berlin. Zwölf Athleten aus sechs Nationen gingen bei der zweiten Runde der FIM Freestyle MX World Championship in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena in der deutschen Hauptstadt an den Start.

Zu den WM-Fahrern vom Schweizer Grand Prix gesellte sich mit Remi Bizouard der dreimalige Weltmeister. Leider war er noch nicht in Topform und zeigte weder den Hartflip, noch die Egg Roll oder die Volt. Damit landete er auf einem enttäuschenden 10. Platz. Der Berliner Kai Haase ging für Deutschland an den Start. Er zog als letzten Sprung eine Egg Roll und wurde von den Zuschauer frenetisch gefeiert. Er war überglücklich, auch wenn es für die Endrunde nicht reichen sollte.

 

Die sicherte sich der Newcomer Ryan Brown aus Australien bei seiner Deutschland-Premiere auf dem NIGHT of the JUMPs Parcours. Mit einem fetten Switchblade Flip und dem Flair beendete er die Qualifikation als Fünfter.

Dany Torres feierte ein eindrucksvolles Comeback bei der WM. Mit dem Flair im Double up besiegelt er seinen Einzug ins Finale. Diesen sicherten sich mit Pat Bowden und Maikel Melero auch zwei der drei Podiumsfahrer aus Basel. Völlig überraschend blieb Petr Pilat in der Qualifikation stecken. Er konnte den Flair nicht landen und musste sich nach langer Zeit mal wieder nach der Vorrunde verabschieden. Marc Pinyol zeigt mit dem Surfer Tsunami Transferflip eine Weltpremiere. Damit sicherte er sich als letzter Fahrer das Finalticket.


Der Spanier Dany Torres mit einem spektakulären Trick                                                                   Foto: NotJ

Im LifeProof Best Whip Wettbewerb startete mit Pat Bowden, Marc Pinyol, Filip Podmol, Massimo Bianconcini, Leonardo Fini und Kai Haase ein Wahnsinns-Fahrerfeld. Marc Pinyol und Filip Podmol ließen den anderen keine Chance und sprangen einen unglaublichen Battle um die LifeProof Krone. Die holte sich schließlich Pinyol.

Der Maxxis Highest Air Contest wurde zum Stechen zwischen Massimo Bianconcini und Brice Izzo. Bowden und Haase mussten sich nach den ersten Höhen verabschieden. Dann schraubten sich der Italiener und der Franzose bis auf 9,00 Meter über die Latte. Aufgrund geringerer Fehlversuche holte sich „Bianco“ aber den zweiten Sieg im zweiten Contest.

In der Endrunde mussten die 6 Finalteilnehmer 11 Sprünge plus dem Double up zeigen. Das waren zwei Tricks mehr als in den vergangenen Jahren. Und das brachte die ersten vier Starter aus dem Konzept. Erst hatte Pinyol einen Deadsailor, dann stürzte er auch noch bei der Inside Roll. Im Anschluss legte Ryan Brown spektakulär in seinem ersten NIGHT of the JUMPs Finale los, verpasste dann aber einen Trick und crashte auch noch den Flair. Sein Landsmann Pat Bowden patzte ebenfalls und vergaß gleich zwei Tricks. Er konnte mit dem Doublegrab Flip immerhin noch den vierten Platz retten. Auf das Podium flog Red Bulls Dany Torres. Der Spanier zeigte Tricks wie den Lazyflip und den Oxecutioner Backflip. Aber auch er konnte den Flair nicht landen, hatte aber genug Punkte für Platz 3 zuvor gesammelt.

Um den Tagessieg fighteten Libor Podmol und Maikel Melero. Mit der California Roll, dem Surfer Tsunami Flip, der Egg Roll und der Volt hatte der Tscheche den spanischen Weltmeister am Rande einer Niederlage. Doch Melero wusste mit California Roll, Seatgrab Flip und dem Nac Flair zu kontern und lag am Ende mit vier Punkten hauchdünn vor dem Tschechen und feierte seinen 12. Sieg in 12 Monaten.

Damit baute der Spanier seine Führung in der WM-Wertung aus. Mit 40 Punkten liegt er schon wieder mit maximaler Ausbeute an der Spitze. Auf dem zweiten Rang folgt Pat Bowden mit 30 Zählern.

Die Höhepunkte der unglaublichen Tricks der Freestyle-Artisten kann man sich hier im Video noch einmal ansehen: http://nightofthejumps.com/videos/extreme-fmx-highlights-from-night-of-the-jumps-berlin-2017/