MotoGP: Die Multikulti-Saison ist beendet

Beim 18. und letzten Rennen der MotoGP-Saison 2016 im spanischen Valencia gab es keine Überraschung mehr: Mit dem Weltmeister von 2015, Jorge Lorenzo bei seinem letzten Rennen auf Yamaha, siegte einer, der schon dreimal vor dem Finale siegreich gewesen ist.

 

Es bleibt jedoch bei einem unglaublichen Rekord: in 18 Rennen gab es dieses Jahr neun verschiedenen Sieger!

Mit Jorge Lorenzo (Spanien, Yamaha), Marc Marquez (Spanien, Honda), Valentino Rossi (Italien, Yamaha), Andrea Dovizioso (Italien, Ducati), Andrea Iannone (Italien, Ducati), Cal Crutchlow (Großbritannien, Honda), Maverick Vinales (Spanien, Suzuki), Jack Miller (Australien, Honda) und Dani Pedrosa (Spanien, Honda) gewannen in 2016 Jahr neun verschiedene Fahrer aus vier Ländern auf vier der fünf vertretenen Motorradmarken. Einzig Aprilia (mit dem Zahlinger Stefan Bradl) und im letzten Rennen KTM (bei der „Jungfernfahrt“ mit dem Finnen Mika Kallio) kamen nicht zu Siegesehren.

Obwohl Marc Marquez schon nach dem viertletzten Rennen der Saison als neuer Weltmeister feststand, war 2016 eines der aufregendsten und spannendsten Jahre in der MotoGP-Klasse.


Dritter Sieg beim letzten Rennen der Saison und auf Yamaha: Jorge Lorenzo vor Weltmeister Marquez

Bereits in Motegi (Japan) konnte der 23-jährige Marquez seinen dritten MotoGP-Titel feiern – seine fünfte Weltmeisterschaft insgesamt. Nachdem seine einzig verbliebenen Konkurrenten Valentino Rossi und Titelverteidiger Jorge Lorenzo in Japan gestürzt waren und der Spanier gewann, war Marquez in den letzten drei Rennen nicht mehr einholbar. Beim vorletzten Rennen in Sepang sicherte sich Fan-Idol Valentino Rossi mit Platz 2 den Vizeweltmeistertitel. Und beim Finale in Valencia machte Lorenzo am Sonntag vor 202.500 spanischen Fans mit einem Heimsieg auf Platz 3 den Deckel drauf.
DMV-Mitglied Stefan Bradl verabschiedete sich nach fünf Jahren mit Platz 13 und WM-Rang 16 in Richtung Superbike-WM, in der er nächstes Jahr für Honda antreten wird.

In der Moto2-Klasse wurde der Franzose Johann Zarco auf einer deutschen Kalex Weltmeister. Jonas Folger, der in Valencia als Achter ins Ziel kam, wurde auf Rang 7 bester Deutscher. Der Mühldorfer hat für 2017 als einziger Deutscher einen MotoGP-Vertrag in der Tasche. Marcel Schrötter landete auf WM-Platz 14, DMV-Pilot Sandro Cortese, der im letzten Rennen stürzte, beendete die WM auf Platz 15.

In der kleinsten Klasse Moto3 gewann der Südafrikaner Brad Binder auf KTM den WM-Titel. Der Ainringer Philipp Öttl, einziger Deutscher in der Moto3, wurde WM-Zwölfter.