Dupré Motorsport gewinnt Meisterschaft im DMV GTC

Am Samstagnachmittag gab es den letzten Saison-Wertungslauf des DMV GTC - und dort sollte sich alles entscheiden. Die Frage lautete: Wer wird Meister? Kevin Arnold, der am Vortag schon den Titel im DUNLOP 60 holte oder das Duo Claus und Christoph Dupré?

Zunächst einmal ging es aber um den Gesamtsieg, mit dem die Meisterschaftsanwärter nichts zu tun hatten. Aus der ersten Startreihe heraus gingen Carrie Schreiner (Audi R8 LMS GT3 – HCB-Rutronik Racing) und Kenneth Heyer (Mercedes -AMG GT3) Seite an Seite ins Rennen. Doch Russell Ward (Mercedes -AMG GT3 – HTP Motorsport) ging daneben und die beiden AMG kesselten den R8 ein. Doch die 20-Jährige Rennamazone konterte und ging zur Rennmitte an Kenneth Heyer vorbei. In den folgenden Runden blieb Heyer dran, doch sein Angriff kam nicht zustande, da das Rennen vorzeitig abgebrochen wurde. Nach einem Unfall auf der Start-Ziel-Linie musste der Mercedes-AMG GT3 von Schütz Motorsport geborgen werden. Benni Hey legte ausgangs der Start- und Zielgeraden eine Doppel-Pirouette hin und kam in Fahrtrichtung auf der Ideallinie zum stehen. Einen Herzschlag später – noch bevor Hey seinen Wagen wieder in Bewegung bringen konnte – kollidierte Thomas Marschall im HCB-Rutronik Audi R8 LMS ultra mit dem geparkten Schütz-Mercedes und flog von der Strecke. Gottseidank sah es schlimmer aus als es war und den Fahrern passierte nichts.

Ein Start-Ziel-Rennen fuhr Marc Busch im grell gestalteten Audi R8 LMS GT3 von Twin Busch aus Bensheim, jedoch blieb ihm das Siegerpodest mit dem vierten Platz, hinter Russell Ward, verwehrt. Ebenfalls ohne Positionswechsel glitt Simon Reicher – achtzehnjährig, neu in der Serie und noch dazu mit Kehlkopfentzündung leicht angeschlagen – im Audi R8 LMS GT3 von Yaco-Racing durchs Rennen. Sechster wurde Tommy Tulpe vor Mario Hirsch, der im Mercedes-AMG GT3 von race-art.eu eine starke Leistung zeigte. In die Wertung kamen danach noch Benni Hey auf Platz acht und Thomas Marschall auf Rang neun. Evi Eizenhammer komplettierte die Top Ten. Alois Rieder, Bruno Stucky und Sarah Toniutti waren auf den Plätzen 11 bis 13.

 

Christoph Dupré holte sich den Sieg in Klasse 4, der Porsche-Cup-Klasse. Damit ging der DMV GTC-Meistertitel 2018 zu Dupré Motorsport ins Saarland. Auch Luis Glania, kurz vor dem Fallen der Zielflagge im ersten Rennen am Vormittag ausgefallen, war mit dem havarierten Neunelfer wieder am Start, ihm gebührt der zweite Platz in der Klasse.

Der Siegerpokal der Klasse 6 ging an Kevin Arnold im orangefarbenen Audi RS3 LMS TCR – dennoch reichte es dem jungen HCB-Rutronik-Stammfahrer durch Christoph Duprés Klassensieg nicht für den Titel.

 

Am Ende lagen nur 6,50 Punkte zwischen dem neuen Meister und den Vizemeistern. Bei insgesamt 420 zu vergebenen Punkten war es hauchdünn. Christoph Dupré/Claus Dupré sammelten insgesamt 393 Zähler und Kevin Arnold kam auf 386,50 Punkte. Doch alle gratulierten sportlich fair: „Glückwunsch an Christoph und Claus. Natürlich hätte ich gerne die Meisterschaft gewonnen aber für mich war der Sieg im DUNLOP 60 schon eine tolle Sache und Vizemeister ist ja auch nicht schlecht.“ Und Christoph Dupré gab zu Protokoll: „Das war ein hartes Jahr. Zwischendurch sah es oft nicht so aus, als wenn wir noch Chancen hätten. Kevin hat eine tolle Saison gezeigt. Bis zum Ende mussten wir zittern und freuen uns jetzt über den Titel!“

In den jeweiligen Klassen gab es zum Teil auch noch letzte Entscheidungen. In der Klasse 1 standen Carrie Schreiner/Fabian Plentz (Audi R8 LMS GT3 – HCB-Rutronik Racing) schon vor dem Wochenende als

Meister fest. Hier holten sich kurz vor Ende aber noch Josef Klüber/Kenneth Heyer (Mercedes-AMG GT3 – équipe vitesse) den Vizetitel vor Tommy Tulpe (Audi R8 LMS GT3 – HCB-Rutronik Racing). Die Klasse 3 gewann Klaus Horn im Porsche 997 GT3 Cup. In der Klasse 4 waren Christoph Dupre/Claus Dupré vorne. Die Klasse 5 gewannen Max Aschoff/Robert Aschoff. Kevin Arnold. Siegte in der Klasse 6.

„Wir haben eine wirklich spannende Saison erlebt“, so DMV GTC-Organisator Ralph Monschauer. „Es war von Beginn an immer spannend und unser Konzept ist aufgegangen. Neben vielen Amateur-Piloten hatten wir auch einige junge Fahrerinnen und Fahrer. Dazu kamen interessante Gaststarts. Wir hatten am Rennsamstag eine Besprechung mit Piloten, Teamchefs und Teammanagern. Dort wurden schon die ersten Weichen für die Saison 2019 gestellt. Das Konzept wird in den nächsten Wochen vorgestellt und auf der Essen Motor Show (30.11. – 09.12.18) interessierten Fahrern und Teams präsentiert.“

 

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvia Pietzko


Veröffentlicht am: 11.10.2018 | Kategorie: News Rundstreckenrennen | Zugriffe: 740
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