Das Mai-Pokal-Revival lockt Rennsportlegenden und fast 500 Fahrer an den Hockenheimring

Wenn am Wochenende vom 31.Mai bis 2. Juni 2019 das Mai-Pokal-Revival im Hockenheimer Motodrom steigt, gibt es ein Wiedersehen vieler Piloten, die einst auf dem traditionsreichen Kurs in der nordbadischen Spargelmetropole fuhren.

Allen voran Jochen Schmid (Foto oben), der 1995 im Weltmeisterschaftslauf der Superbikeklasse seine besten Erfolge verzeichnete. Hinter Weltmeister Carl Fogarty wurde der Kawasaki-Pilot zweiter, im zweiten Rennlauf wiederum hinter Fogarty und Pirovano dritter. Aber auch seinen deutschen Meistertitel feierte der in Backnang lebende Busunternehmer hier in Hockenheim. Ebenfalls in der Saison 1995 holte er sich den Meistertitel in der international hart umkämpften Pro Superbike Serie. Viele seiner Freunde wollen den nicht mal 100 Kilometer von Hockenheim entfernt wohnenden Schwaben wieder auf der Rennstrecke fahren sehen.

Doch damit ist der Pro Superbike Pilot in bester Gesellschaft. Michael Galinski, Deutscher Meister dieser Klasse 1986 und heutiger Betreiber des aktuellen Yamaha Superbike-Rennstall, will auch wieder am Gasgriff drehen. Mit im Schlepptau bringt der Mann, der jetzt in Cuxhaven lebt, gleich sein Junior-Team mit, das aus zwei Mädchen besteht. Julia Hämmer und Nina Schubrikoff treten in der Young Rider Trophy mit den Yamaha R3 Cup Maschinen an. Ebenfalls aus der Pro Superbike Epoche stammt Harry Fath, der schon seit Jahren in der Moto Trophy (vormals Klassik Trophy) dabei ist. Der Kia-Autohändler setzt, wie damals, seine Ducatis bei den Superbikes und Twins als Doppelstarter ein.

Langstrecken-Weltmeister von 2001, Heinz Platacis aus Wuppetal startet, wie immer in grün, mit seiner alten Liebe, einer Kawasaki ZXR 750. Seine größten Erfolge feierte er in der Halbliterklasse mit den Zweitaktmaschinen. Manfred Fischer aus Hanau war 1985 und 1988 Deutscher Meister und 1987 Europameister auf der Dreizylinder-Honda. Später stieg er, wie viele seiner Konkurrenten, in die Superbikeklasse um, aktuell setzt er seine Honda RC 30 von damals ein.

Alle die mittlerweile leicht ergrauten Spitzenfahrer treffen auf den Hockenheimer Nicolai Kraft (Foto oben), der letztes Jahr die Serie gewann und auch aktuell nach vier Rennen mit vier Siegen die Tabelle anführt. Der 21-Jährige freut sich riesig, heute gegen die Idole seiner Kindheit fahren zu können. „ Ich war damals ein kleiner Junge, als ich die Piloten fahren sah. Mein Traum war es, auch einmal Rennfahrer zu werden. Dieser Traum ist Realität geworden, aber gegen die bekannten Namen in einem gemeinsamen Rennen anzutreten, das ist schon etwas ganz Besonderes.“

Mit 55 Teilnehmer ist die Superbikeklasse randvoll besetzt, für mehr Motorräder ist die Strecke nicht zugelassen. Solch ein international besetztes Starterfeld verspricht Spannung. Aber das ist ja nicht der einzige Höhepunkt des Wochenendes. Insgesamt haben fast 500 Fahrer ihre Nennung in den 11 verschiedenen Klassen, von den 50ern bis zu den Seitenwagen, abgegeben. Ein Wochenende, dass sich die Freunde des Motorradsports ansehen sollten.

Die weiteren Infos zu den Rennen, Starterliste, Zeitplan sind unter www.klassik-motorsport.com nachzulesen.

Text und Fotos: Manfred John


Veröffentlicht am: 28.05.2019 | Kategorie: News Strassenrennsport | Zugriffe: 346
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