Motorrad-Tourensportler fuhren bereits die 3. Runde

Nach dem erfolgreichen Saisonstart zum 1. Freundschaftstreffen des MSC Victoria Lichterfelde e.V. im DMV am Wochenende vom 12. bis 14.04.2019, ging es nur 14 Tage später zum XXVIX. Motomeeting Blanik nach Tschechien. Zwei Wochen später vom 10. bis 12. Mai fuhren wir zum 13. Wildschweintreffen nach Belgien.

Obwohl wir schon öfters dort waren, durfte dieses Treffen nun nach Rücksprache mit dem Veranstalter erstmalig in unseren Motorrad-Tourensport Kalender aufgenommen werden. Entgegen dem Titel gibt es dort weder Wildschwein zu essen, noch sind solche zu besichtigen. Es handelt sich vielmehr um einen Spitznamen des Veranstalter Luc, der diesem manchmal alle Ehre macht... 

Das Treffen findet alljährlich auf einer Blaubeerfarm statt und ist sehr, sehr rustikal. Aber die Motorradfahrer sind halt ein eigenes Völkchen und durch nichts abzuschrecken. Hatten wir im April bei unserer ersten Ausfahrt in den Harz Schnee, in Tschechien erst Temperaturen um die 25°C, wurde uns jetzt nur eine Tageshöchsttemperatur um die 14°C geboten und nachts lediglich nur um die 6°C. Auch wenn nur Außenduschen, matschiges Gelände zum Zelten und Essen im Freien geboten wurde, ist dieses Treffen all die Jahre sehr beliebt und es kommen immer mehr! Die meisten Teilnehmer kamen aus England, gefolgt von Belgien, den Niederlanden, Tschechien und Deutschland.

Gerade dieses rustikale Ambiente lässt viele immer wieder zu dieser Zeit von weit her anreisen. Am Freitagabend gab es Spaghetti und ein großes Hallo zur Begrüßung. Der Samstag wurde dann allgemein zur Erkundigung der Gegend unternommen, entweder auf eigene Idee oder zu einer 180 km langen GPS ausgearbeiteten Ausfahrt. Ich bekam eine eigene Führung und habe das stillgelegte Bergwerk in Beringen, die Be-MINE (Bild oben), die bestbewahrte und größte industrielle Stätte des Kulturerbes von Flandern besichtigt. Gegenüber befindet sich u.a. der Adventure Mountain.

Der Adventure Mountain liegt auf einem Schlackenhaufen. Auf der einen Seite ist dieser Haufen mit einer „Kletter- und Krabbelroute“ den Berg hinauf und einer Treppe nach oben bedeckt, von der aus man eine großartige Aussicht auf die gesamte Mine hat. Auf der anderen Seite des „Haufens“ liegt ein Mountainbike-Feld mit einer einfachen und einer sehr schweren Route. Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich das „TODI“ (Bild oben), dem ersten Indoor-Schnorchel-und-Tauchzentrum in Europa. Dort können Besucher unter optimalen Bedingungen in mitten von zig farbenfrohen, tropischen Süßwasserfischen tauchen. Außerdem wird schwimmen mit den jetzt gerade so modernen „Nixen-Flossen“ und deren Outfit angeboten. Ein gigantisches Tauchbecken mit 36 Meter Durchmesser und 10 Meter Wassertiefe. Das alles bei 23°C. se

 

Diesen einmaligen Eindruck werde ich so schnell nicht vergessen, sehr sehr schön!!! Zurück auf dem „Blueberryfield“ kam dann noch eine unverhoffte musikalische Darbietung: manchmal ist die Welt doch sehr klein… ein Schalmeien-Verein aus Sachsen hatte eine Führung auf der Farm gebucht und gab als Dankeschön dann ein eindrucksvolles Ständchen mit seinen Schalmeien und Drums (Bild oben). Alle Motorradfahrer, auch die „sogenannten harten Hunde“ haben im Takt dazu gewippt, getanzt und geklatscht! Wir verabschiedeten den Verein mit Standing Ovations! Eine sehr nette unverhoffte Einlage und Begegnung!Am Abend fand dann wie immer ein Barbecue (Bild unten) statt, wo sich jeder selber sein Fleisch und seine Wurst mit Beilagen aussuchen konnte, um es dann anschließend – selbst ist der Mann/die Frau – auf dem großen Holzkohlengrill zubereiten kann. Eventuelle Reklamationen sind so von vornherein ausgeschlossen…

Zu vorgerückter Stunde kam dann die Hardrock Band „Midlife Crisis“, die bis weit nach Mitternacht uns musikalisch sehr viel alte Songs von A bis Z, oder von ACDC bis ZZ Top, teilweise von den Originalen kaum zu unterscheiden, darbot. Viele Teilnehmer versuchten lauter als die Band zu sein, was aber nicht wirklich glückte und so konnten wir alle ungestört, aus vollen Kehlen singend und noch lautere Musik genießend den Abend bzw. die Nacht mit motorradfahrenden Freunden aus den verschiedenen Ländern genießen (Foto unten).

Am nächsten Morgen, das finde ich immer wieder bei den Motorradtreffen besonders faszinierend, waren schon früh um 7.00 Uhr die ersten wieder auf ihren Maschinen und machten sich auf den weiten Weg nach Hause.

Bei allen Motorradtreffen steht und fällt solch eine Veranstaltung leider immer mit dem Wetter. Aber auch hier kann ich nur sagen, wie „hart im Nehmen“, unkompliziert und aus allem das Beste machend die Biker sind, fast alle schliefen bei nun wirklich nicht angenehmen 6°C in ihren Zelten und waren trotzdem am nächsten Morgen immer gut gelaunt und fröhlich. So haben wir allen schlechten Wetterprognosen getrotzt und mit einer starken Präsenz von 98 Teilnehmern ein internationales, fast schon privates Treffen, zusammen erlebt!

Ein großer Dank gilt wieder Luc und seinen Helfern, die uns nun zum wiederholten Male ein tolles, unkompliziertes und super Motorradtreffen bescherten – Danke! Wir freuen uns auf das nächste Treffen im Motorrad-Tourensport-Kalender, diesmal in Österreich, und… auch wieder in 14 Tagen!

Text und Fotos: Marina Weiß


Veröffentlicht am: 16.05.2019 | Kategorie: News Tourensport | Zugriffe: 428
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