RUSSLAND-GP IN TOGLIATTI

Bei der Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Togliatti setzte Weltmeister Dmitry Koltakov seinen Siegeszug fort. Für Günther Bauer und Hans Weber war der Russland-GP durchwachsen, in Westeuropa soll zum Angriff geblasen werden.

Am Samstag blieb er ungeschlagen, am Sonntag musste er sich im Endlauf nur Dmitry Khomitsevich beugen, der im Jahr 2016 seinen ersten Weltmeistertitel in Inzell feiern konnte. Der Weltmeister Dmitry Koltakov konnte in Togliatti seine WM-Führung ausbauen und führt die WM weiter vor Daniil Ivanov und Dmitry Khomitsevich an.

Für die Deutschsprachigen im Grand Prix liefen die Rennen in der Lada-Stadt nicht optimal. Der Österreicher Franz Zorn landete am Samstag im Semifinale, am Sonntag musste er nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung den Semis als Zuschauer beiwohnen. „Ich hoffe, dass wir in Europa einen weiteren Schritt nach vorne machen“, sagte der Saalfeldener Franz Zorn. „Besonders bei meinem Heimrennnen in Inzell, wo zahlreiche Fans hinter mir stehen, müsste mehr drin sein als beim Russland-GP.“

Der zweite Österreicher Harald Simon zeigte eine gute Leistung, wenn man bedenkt, dass er vor gut zwei Wochen oberhalb des Knies aufgeschlitzt wurde. Der Waldviertler schaffte es zwar nicht bis in die Semifinales, aber immerhin gelang ihm ein Laufsieg.

Für Günther Bauer war besonders der Samstag ein besonderes Erlebnis. „Kurz nach dem Start im ersten Lauf, habe ich nur noch verschwommen gesehen“, sagte der Inzeller Sportvorstand Bauer. „Der Arzt diagnostizierte Unterzuckerung und Dehydrierung. Nach ein paar Tassen Zuckertee, ging es einigermaßen. Am Sonntag war die Kraft wieder da, auch wenn ich Punkte geschenkt bekam, lief es wesentlich besser.“ Mit fünf Punkten fuhr er sein bestes Saisonergebnis ein.

Hans Weber hatte Glück, dass er in einem Stück aus Russland zurück gekommen ist. Im letzten Lauf stürzte er furchterregend, überschlug sich mehrfach und landete hart in der Streckenbegrenzung. Es war nicht sein einziger Sturz an diesem Wochenende. „Zum Glück ist mein Körper aus Stahl und mir nicht noch mehr passiert“, sagte der Haushamer. „Ich hatte noch nie die besten Erinnerungen an die Rennen in Togliatti. Ich denke in Europa wird es wieder besser laufen.“

An diesem Wochenende haben die GP-Piloten rennfrei, bis am übernächsten Wochenende die WM in Berlin weiter geht. Weitere zwei Wochen später werden die weltbesten Eispiloten dann in Inzell an den Start gehen.

Eisspeedway-Grand-Prix, Runde 4, Inzell
16.-18. März 2018

Zeitplan:
16. März: Training- ab 13 Uhr
17. März: Grand Prix 7- Programm ab 15 Uhr, Rennen ab 17 Uhr
18. März: Grand Prix 8- Programm ab 12 Uhr, Rennen ab 14 Uhr

Alle Infos:
www.eisspeedway-inzell.de

Ergebnisse Eisspeedway-Grand-Prix 3, Togliatti/RUS:

1. Dmitry Koltakov (RUS) 21 Punkte

2. Dmitry Khomitsevich (RUS) 18

3. Daniil Ivanov (RUS) 17

4. Niclas Svensson (S) 10

5. Sergej Karachintsev (RUS) 12

6. Igor Kononov (RUS) 10

7. Martin Haarahiltunen (S) 8

8. Franz Zorn (A) 7

9. Dinar Valeev (RUS) 7

10. Jan Klatovsky (CZ) 7

11. Harald Simon (A) 5

12. Jimmy Olsen (S) 5

13. Hans Weber (D) 4

14. Jasper Iwema (NL) 2

15. Günther Bauer (D) 1

16. Ove Ledström (S) 1

17. Nikita Toloknov (RUS) 0

18. Alexander Kozyrev (RUS) 0

Ergebnisse Eisspeedway-Grand-Prix 4, Togliatti/RUS:

1. Dmitry Khomitsevich (RUS) 16

2. Dmitry Koltakov (RUS) 19

3. Daniil Ivanov (RUS) 17

4. Dinar Valeev (RUS) 14

5. Igor Kononov (RUS) 12

6. Sergej Karachintsev (RUS) 11

7. Jan Klatovsky (CZ) 8

8. Ove Ledström (S) 7

9. Martin Haarahiltunen (S) 7

10. Günther Bauer (D) 5

11. Jimmy Olsen (S) 5

12. Franz Zorn (A) 5

13. Harald Simon (A) 4

14. Niclas Svensson (S) 3

15. Jasper Iwema (NL) 1

16. Hans Weber (D) 1

17. Alexander Kozyrev (RUS) 0

Stand nach 4 von 10 Rennen: 1. Koltakov, 80 Punkte. 2. Ivanov 64. 3. Khomitsevich 60. 4. Karachintsev 59. 5. Haarahiltunen 44. 6. Simon 26. 7. Ledström 24. 8. Kononov 22. 9. Valeev 21. 10. Zorn 21. 11. Olsen 21. 12. N. Svensson 21. 13. Andrej Shishegov (RUS), 17. 14. Klatovsky 15. 15. Weber 11. 16. Charly Ebner (A), 10. 17. Bauer 10. 18. Vladimir Cheblakov (KAZ), 7. 19. Stefan Svensson (S), 6. 20. Iwema, 5.

 

Text: Jan Sievers

Foto: David Reygondeau (Good-Shoot)

 


Veröffentlicht am: 22.02.2018 | Kategorie: News Bahnsport | Zugriffe: 1555
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