Wie absichern beim Gebrauchtwagenkauf?

Mit Netz und doppeltem Boden Wer mit dem Kauf eines Gebrauchtwagens liebäugelt, sollte sich gut absichern, empfehlen die Gebrauchtwagenexperten von DEKRA.

„Die Langzeitqualität von Fahrzeugen hat sich im Laufe der Zeit zwar immer weiter verbessert, doch jeder Gebrauchtwagen ist ein Unikat mit seiner eigenen Geschichte“, sagt Ronald Hufnagel, Gebrauchtwagenexperte bei DEKRA. Nicht selten verstecken sich unter poliertem Lack stark beanspruchte Bauteile und Vorschäden, deren Instandsetzung ins Geld gehen kann. Daher ist es ratsam, beim Kauf eines Gebrauchten auf Sicherheit zu setzen. Einen Unterschied macht es, ob das Fahrzeug beim Privatmann oder bei einem Automobilhändler gekauft wird. Von Privatleuten wird das Fahrzeug in der Regel unter Ausschluss jeder Gewährleistung erworben.

Die Formulierung „Gekauft wie besichtigt“ kann unter Umständen teuer werden. Ein Händler ist dagegen zur gesetzlichen Gewährleistung verpflichtet, die zu Beginn des Jahres 2022 noch ausgeweitet wurde. Schon um die Reklamationsrate gering zu halten, gehört es im Autohandel zum Standard, das Fahrzeug gründlich durchzuchecken, wenn nötig instand zu setzen und die HUPlakette erneuern zu lassen. Noch mehr Sicherheit haben Käuferinnen und Käufer, wenn diese Prüfung von einem neutralen Experten durchgeführt wird und in einem Gebrauchtwagen-Siegel oder Zertifikat festgehalten wird. Darüber hinaus gibt es von vielen Autohäusern als Add-on noch eine Gebrauchtwagen-Garantie. Vieles davon ist auch beim Privatkauf möglich. So können heute auch Privatleute die früher dem Gewerbe vorbehaltenen Gebrauchtwagen-Garantien nutzen. Auf Nummer sicher gehen Käuferinnen und Käufer auch, wenn sie das Fahrzeug vorab von einem neutralen Sachverständigen prüfen lassen. Beim DEKRA Siegel zum Beispiel kann man sogar zwischen den drei Bereichen Technik, Optik/Innenraum und Elektronische Systeme wählen. Wichtiger Vorteil: Die dabei erstellte neutrale Dokumentation bietet für beide Seiten eine gute Verhandlungsbasis, zumal sie die Stärken und Schwächen des Fahrzeuges klar ausweist. Damit erwirbt die kaufende Seite keine „Katze im Sack“, und die verkaufende erzielt einen fairen Preis.


Veröffentlicht am: 22.02.2022 | Kategorie: News | Zugriffe: 1433
Dieser Newsbeitrag wurde verfasst von:

DMV Redaktion

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