Ukraine-Krieg: Keine russischen Motorradsportler bei FIM- und DMSB-Wettbewerben

Letzten Samstag hat das Board of Directors des Weltverbands FIM beschlossen, dass wegen Putins Krieg in der Ukraine die Verbände Russlands und von Belarus keine FIM-Lizenzen mehr ausgeben dürfen, bereits ausgegebene Lizenzen ungültig sind, dass auch keine Funktionäre dieser beiden Länder mehr eingesetzt werden dürfen, und dass in Russland und Belarus keine FIM-Meisterschaften mehr stattfinden dürfen.

Wörtlich: «Im Resultat können keine russischen und belarussischen Fahrer, Mannschaften und Offizielle an irgendwelchen FIM-Veranstaltungen und -Aktivitäten teilnehmen.»

Das heißt, dass Weltmeisterschaften ohne russische Fahrer stattfinden und in Russland selbst auch keine internationalen Veranstaltungen unter FIM-Flagge mehr durchgeführt werden dürfen. Anders als die FIM hat der Automobilsportverband FIA russische Sportler nicht von FIA-Wettbewerben ausgeschlossen.

Die FIM empfahl zudem ihren Mitgliedsverbänden, die Suspendierung auch zu übernehmen – der DMSB ist dem postwendend nachgekommen. Damit können beispielsweise in internationalen Deutschen Meisterschaften, z.B. im Motocross, Speedway oder in der IDM Motorrad keine russischen Sportler mehr an den Start gehen.

Als Erste dürfte dies die russischen Eisspeedwayfahrer treffen: Die fünf russischen WM-Teilnehmer Nikita Bogdanov, Dinar Valeev, Dmitry Khomitsevich, Dmitry Koltakov und Igor Kononov können demnach beim 3. und 4. Eisspeedway-WM-Finale am 2. und 3. April in Heerenveen (Niederlande) nicht starten. Da sie dort also keine weiteren Punkte sammeln können, ist derzeit der punktbeste startberechtigte Teilnehmer DMV-Fahrer Hans Weber, der übrigens heute (Montag) sein letztes Saisonrennen 2022 in Russland (Shadrinsk) bestritt. Weber wäre also ohne russische Beteiligung WM-Favorit Nummer 1.

Der europäische Verband FIM Europe hat zum Russland-Boykott noch nicht Stellung bezogen. In aller Regel schließt sich die FIME aber dem Weltverband an. In diesem Fall dürften auch die beiden russischen Teilnehmer an der Eisspeedway-Europameisterschaft am in Tomaszow Mazowiecki (Polen)  Dmitry Solyannikov und Vladimir Fadeev  am zweiten Finale der EM in Tomaszow Mazowiecki (PL) am 19. März nicht teilnehmen. Aussichtsreichste Titelkandidaten nach den Russen sind der Österreicher Harald Simon vom Inn-Isar-Racing-Team im DMV und DMV-Fahrer Luca Bauer.

 

Foto: Thomas Schiffner


Veröffentlicht am: 07.03.2022 | Kategorie: News Motorradsport | Zugriffe: 1371
Dieser Newsbeitrag wurde verfasst von:

DMV Redaktion

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