Eisspeedway: DMV-Fahrer Hans Weber noch in Russland

Während sich Putins Krieg in der Ukraine immer weiter zuspitzt, befindet sich Deutschlands Eisspeedway-Topfahrer Hans Weber bereits seit 7. Februar in Russland. Aufgrund der aktuellen Lage weiß er noch nicht, wann er nach Deutschland zurückkehrt.

Weber befindet sich in Tscheljabinsk,ca. 1000 Kilometer östlich von Moskau,  wo sich bei seinem russischen Mechaniker Konstantin sein russisches Basislager befindet. Letztes Wochenende bestritt er erfolgreich in Vyatske Polyani für seinen russischen Eisspeedway-Club Kamensk-Uralskij den 5. und 6. Lauf der russischen Eisspeedway-Superliga und sein Team konnte, nicht zuletzt durch die Leistung des Bayern, zweimal Zweiter werden.

 

Noch hat der Oberbayer nicht entschieden, wann und wie er den Heimweg antreten wird. Er meldete sich beim DMV aus Tscheljabinsk: „Es geht mir hier gut. Aber ich bin hin- und hergerissen und weiß nicht, was ich tun soll. Eigentlich wollte ich abwarten, bis die Lage sich entspannt. Am Wochenende (6./7. März) soll ich die letzten beiden Superliga-Läufe in Shadrinsk fahren. Wenn ich jetzt meine russischen Freunde im Stich lasse und einfach abhaue, wäre das ein schlechtes Zeichen für die Zukunft. Die Grenzen sind nach wie vor offen. Wir sind hier gut informiert.“

 

Der Schlierseer, der nach den ersten beiden WM-Läufen in Togliatti auf WM-Rang 5 rangiert, möchte das Wochenende noch in Russland bleiben und in Shadrinsk für Kamensk zu starten: „Wenn sich alles komplett negativ entwickelt, wäre es richtig, nachhause zu fahren.  Entspannt sich die Lage, ich fahre das Rennen in Shadrinsk und es zerlegt mich dort, kann ich vielleicht die WM in Heerenveen nicht fahren. Dann bin ich der Depp.“

 

In Heerenveen in den Niederlanden finden am 2. und 3. April die beiden letzten Grand-Prix-Läufe statt. Vor Weber liegen auf den Plätzen 1 bis 4 ausschließlich Russen. Sollten die Verbände entscheiden, dass keine russischen Sportler mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen, so würde das WM-Finale ohne Russen stattfinden und Weber wäre damit automatisch der Topfavorit auf den Titel.

„Eishans“ Weber würde aber lieber gegen als ohne die favorisierten Russen antreten.

 

Foto: Thomas Schiffner

 


Veröffentlicht am: 03.03.2022 | Kategorie: News Bahnsport | Zugriffe: 720
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