DMV Quad und Speedkart Meisterschaft: Die Schlammschlacht von Heringen

Lange Zeit verging zwischen dem letzten Meisterschaftslauf der Deutschen DMV Quad und Speedkart Meisterschaft in Mulmshorn und dem nächsten Rennen in Heringen. Und als der AMCC Heringen im DMV am letzten Wochenende bestens gerüstet war, kam der große Regen …

Am Samstag war die Bahn noch gut befahrbar und eine gute Entscheidung der Rennleitung war, einen Block von Quad- und Kartrennen von Sonntagmorgen auf Samstag vorzuziehen. Da die Wetterprognose für Sonntag miserabel war, erwies sich das als goldrichtig. Und tatsächlich begann es Sonntag Vormittag wieder zu regnen und hörte erst nach Rennende auf …

Diese Bedingungen hält keine noch so gute Bahn aus. Es wurden zwar alle Klassen gefahren und auch für die Deutsche DMV Quad und Speedkart Meisterschaft gewertet. Doch die Speedkarts der Klasse 7 mussten nach drei der sechs geplanten Läufe das Handtuch werfen. Die 1000er Klasse 8 fuhr einen Lauf am Samstag und einigte sich darauf, am Sonntag einen Lauf über nur eine Runde zu fahren, damit gewertet werden konnte. Mehr ging absolut nicht. 

Die B-Lizenz-Solisten kapitulierten nach einem Lauf und die Veteranen des DMV Oldie Supercup konnten garnicht erst antreten.

Umso mehr verdienen alle, die unter solchen Umständen ihre Läufe durchfuhren, Respekt. Und teilweise waren die Läufe spannend und schnell. Rund 30 Vierrad-Piloten und Pilotinnen rollten ans Startband.

Weil Mirko Züchtig absagen musste, war Harald Böhm in der Automatikklasse allein. Der Mann aus Lübtheen fuhr in der Jugendklasse mit und wurde selbstredend Tagessieger.

Da Tavis Hinz wegen Motorschadens nicht starten konnte, waren die Rookies nur zu dritt. Papa Thomas Hinz konnte einen Lauf gewinnen, doch Thomas Kramer entschied die anderen 3 Heats für sich und wurde damit in seinem zweiten Quadrennen erstmals Tagessieger. Marvin Schulze (Dritter) trat wieder mit dem Neitem Neigequad an. Wegen eines Lochs im Tank stieg er am Sonntag aber um auf das Quad seines «kleinen» Bruders Felix, mit dem er dann im Schlamm ausfiel. Neuer Tabellenführer ist nach Tavis` Nichtstart Vater Thomas Hinz!

ünf Fahrer traten in der Klasse 3 bis 500 ccm an und jeweils einer musste aus der zweiten Reihe starten. Reiko Menning beherrschte die Klasse und er konnte es sich im Schlamm im letzten Lauf leisten, Stefan Salm und Didi Ziegler den Vortritt zu lassen. Salm steigerte sich von Lauf zu Lauf und war am Ende Zweiter, seine beste Platzierung seit langem. Dritter wurde Ronny Rochlitz vor Bernt Möntmann. Dietmar Ziegler war mit seiner Banshee mal wieder vom Pech verfolgt; in den ersten beiden Läufen fiel er mit Dreck im Vergaser aus.

Prall gefüllt war die MEFO Sportklasse, und zwar mit Masse und mit Klasse! Der mehrfache Shorttrack-Meister Stephan Bischoff aus Angenrod meldete sich nach mehrjähriger Pause wieder zurück. Und zwar mit einem Maximumsieg nach harten Duellen mit der Konkurrenz. Der Ungar Istvan Regi konnte bei seinem Speed mitgehen, doch Bischoff hatte meist die besseren Starts. Das A-Finale gewann Bischoff vor Regi, dem zweiten Ungarn Norbert Varga und Marlon Dreier. So standen mit Varga (Dritter) gleich zwei Ungarn auf dem Siegerpodest. Die Doppelstarter Reiko Menning und Ronny Rochlitz fuhren im Schlamm das Rennen der Klasse 4 nicht zuende.

In der Jugendklasse in der Klasse 6b gab es drei Fahrer und eine Fahrerin in der Klasse 6a: Zsofia Mehácsi aus Ungarn führte die Jungs erneut in drei Läufen vor, das zweite Heat konnte Leon Joel Ziegler gewinnen, der erstmals in dieser Saison startete. Ziegler junior wurde deutlich Sieger der Klasse 6b, vor Justin Reichmann, der die gleiche Punktzahl wie Felix Schulze vom AMCC Heringen hatte, aber die bessere Majorität der Plätze.

Bei den Speedkarts (bis 650 ccm) waren 5 Läufe vorgesehen, wobei jeder der fünf Fahrer einmal aussetzen sollte. Am Samstag wurde nur ein Wertungslauf gefahren, da am Schluss des Tages noch der Heidi-Duttiné-Gedächtnislauf vorgesehen war. Der wurde auch bei Sonnenschein durchgeführt – Sieger wurde Heidis Sohn Ingo Duttiné vor Jochen Säfken, Markus Tork und Axel Pörschke.

Am Sonntag wurde der zweite und dritte Lauf gestartet, dann kam das Aus – Strecke für die tief liegenden Karts unbefahrbar. Obwohl zwei Fahrer schon 3 Läufe gefahren hatten, drei aber erst 2 Läufe, einigte man sich auf die Wertung. Kurioserweise wurde Jochen Säfken mit nur 2 Läufen Tagessieger und Markus Tork mit 2 Läufen Gesamtzweiter vor Peter Heussner, der ein gelungenes Comeback feiern konnte. Maurice Meyer musste die Saison vorzeitig beenden, da er sein in Pfarrkirchen zerstörtes Kart nicht neu aufbauen kann und damit ist jetzt Markus Tork neuer Spitzenreiter in der Meisterschaft.

Die Speedkart-Klasse 8 (1000 ccm) kam zum zweiten Mal zum Einsatz. Jürgen Braun (MSC Neuenhasslau) gewann am Samstag vor dem über 80-jährigen Johnny Bund und Doppelstarter Axel Pörschke. Am Sonntag war auch für diese Klasse «Land unter». Man einigte sich darauf, noch einen Lauf über eine Runde zu fahren, um das Rennen werten zu können. Und tatsächlich gewann Johnny Bund diese eine Runde vor Jürgen Braun und war damit Tagessieger!

Trotz des Zuschauerdebakels infolge des Dauerregens war der AMCC Heringen, der sein 40-jähriges Jubiläum feierte, mit der Veranstaltung zufrieden. Am Samstagabend quoll das Festzelt, in dem es Live-Musik gab, über.

Der fünfte Lauf der Deutschen DMV Quad und Speedkart Meisterschaft –powered by MEFO Sport– ist schon am 8. und 9. Oktober auf dem Kinzigtalring in Neuenhasslau. Dann hoffentlich bei wesentlich besserem Wetter!

Der aktuelle Meisterschaftsstand ist auf Ergebnisse 2022 | Deutsche DMV Quad und Speedkart Meisterschaft (shorttrack-online.de) zu finden.

 

Foto: DMV Hessen, Jürgen Schmitt


Veröffentlicht am: 21.09.2022 | Kategorie: News Bahnsport | Zugriffe: 94
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