Der Duft und das Knattern der 2-Takter lagen über dem Grasbahnoval

Es ist jedes Jahr eine ganz besondere Atmosphäre, die gleichermaßen Teilnehmer, Fans und Zuschauer auf die Grasbahn zum MSC Klein-Krotzenburg locken, um Staub, den Öl-/Benzin-Geruch und die laut knatternden Motoren der getunten Mofas zu erleben.

Beim 10. 4h-Mofarennen, dem 2. Lauf zum DMV Mofa-Cup 2020, gingen am 5. September 39 Teams auf der Rennstrecke am Fasanengarten an den Start. Dieses Jahr steht im Zeichen von Covid-19 und damit verbunden fand das Jubiläumsrennen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach einem umfassenden Hygiene-Konzept statt. 250 Besucher waren erlaubt. Einen großen Dank an die vielen geduldigen Besucher, die teils lange Wartezeiten in Kauf nahmen, um Rennluft zu schnuppern. Vor dem Start, während dem Training und dem Rennen, wurde im Fahrerlager ständig geschraubt. Oft mussten die Mechaniker improvisieren, um die Rennmofas bei diesem Härtetest wieder zum Laufen zu bringen. Schließlich zählt, wer nach vier Stunden Fahrzeit die meisten Runden gefahren hat. Das Rennen ist in vier Abschnitte unterteilt, beginnend mit dem „Halbmarathon“ über 60 Minuten, dann folgt der „Sprint“ über 20 Minuten, dann das „Rennen“ (40 Minuten) und der krönende Abschluss ist der „Marathon“, der über die Distanz von zwei Stunden geht, die sowohl dem Material als auch den Fahrern alles abverlangt. In den Klassen Standard, Tuning, Prototypen, Open50 und Roller70 wurde um Punkte für den DMV Mofa-Cup 2020 und um die Tagessiege gefahren. Dieses Mal nahm sogar ein Elektro- Mofa-Roller teil und konnte sich wacker gegen die „Klassiker“ behaupten.

 


Im Rennen wurde fair gekämpft und jedes Team gab alles. Trotzdem liefen die zahlreichen Zweikämpfe ohne nennenswerte Unfälle ab. Die Veranstaltung war zeitlich straff und bestens organisiert. Allen ging es um einen sportlichen Wettkampf und mal wieder Spaß zu haben. Da konnte auch verschmerzt werden, dass das Pausen- Programm (Trial-Show) und die legendäre After-Race-Party den Covid-19- Restriktionen zum Opfer fielen. Dafür wurden dem Publikum stolz zahlreiche Moped- Oldtimer Schätze präsentiert, mit denen die Besucher angereist kamen. Nach 119 gefahrenen Runden standen die Sieger fest. In der Klasse „Open50“ starteten 11 Teams. Es siegte das „Fränzle Racing Team“ aus Gaggenau, gefolgt vom Team „MHR Mittelhessen Racing“ aus Bad Endbach und auf dem 3. Platz „Zündapps letzte Rache“ aus Paderborn. Das Siegerteam dieser Klasse mit den Fahrern Markus Dieringer und Oliver Knoll fuhr insgesamt die meisten Runden und legte ca. 119 km zurück. Auf dem undankbaren Platz 4 landete das Team „Die Österreicher“ aus Frankenburg in Niederosterreich, die mit Abstand die weiteste Anreise hatten. In der Klasse „Prototypen“ starteten 14 Teams. Sieger, mit 117 gefahrenen Runden, wurde das Team „Werwolf Racing“ aus Rothenbuch. Auf Platz 2 setzte sich das „Moped Garage Racing Team“ aus Rastatt durch, gefolgt vom Team „Rum-Fahrer“ aus Alzenau.

 


In der Klasse „Roller 70“ gingen 4 Teams an den Start. Durchgesetzt hat sich das MSC-Team „ Schnauzbart Racing“ mit 82 gefahrenen Runden, die selbst ein defekter Kolben und Auspuff nicht stoppen konnten. Auf Platz 2 folgte das Grebenhainer
„Cross-Team-Oberwald“ mit 78 gefahrenen Runden und auf Platz 3, ebenfalls mit 78 gefahrenen Runden und nur drei Minuten langsamer, das Büdinger Team „Eichwald Roller Racing“. In der Klasse Standard-Mofas gingen zwei Teams an den Start. Sieger war das Team „Töff-Töff-Racing“ aus Ronneburg mit 93 gefahrenen Runden, gefolgt vom Hainburger „Beinhart Damenteam“. Das einzige reine Damenteam des Tages, mit den Rennfahrerinnen Anna Bader und Melina Kunkel, wurde für so viel Frauenpower und 70 gefahrene Runden mit dem Siegerpokal in der Damenwertung ausgezeichnet. In der Klasse Tuning-Mofas starteten 7 Teams. Auf Platz 1 gewannen die „ccm Zwerge“ aus Blieskastel mit 113 gefahrenen Runden. Auf Platz 2 setzte sich das Wiesenbacher Team „Klopfertuning“ durch. Platz 3 belegte das Team „Porter“ aus Megesheim. In der E-Antrieb Klasse startete einzig das Team „Ursprung Frankfurt“ und das Jugendprojekt bewies, dass E-Antrieb durchaus mithalten kann. Trotz mehrmaligem Akku-Tausch legte das Team 92 flotte Rennrunden zurück. Der MSC Klein-Krotzenburg bedankt sich bei allen Teilnehmern, Zuschauern und Helfern für diese erfolgreiche Veranstaltung und das disziplinierte Verhalten und freut
sich, alle Teams nächstes Jahr wieder fit und gesund am Start begrüßen zu dürfen

Text und Bilder: Carmen Lausch
 


Veröffentlicht am: 09.09.2020 | Kategorie: News Off-Road | Zugriffe: 282
Dieser Newsbeitrag wurde verfasst von:

Marco Mander

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