HJS DMSB Rallye Cup: Gelungenes Comeback in Ostwestfalen

  • Nach 34 Jahren: Gelungenes Comeback der 29. ADAC Rallye Ostwestfalen.
  • Dennis Rostek gewinnt den Auftakt beim HJS DMSB Rallye Cup im Norden.
  • Bernard Moufang ist bester Youngster und führt Cup-Gesamtwertung an.

Der Auftaktlauf zur Saison 2021 im HJS DMSB Rallye Cup der Region Nord war für die ADAC Rallye Ostwestfalen ein gelungenes Comeback. Die inzwischen 29. Ausgabe der Traditionsveranstaltung fand genau 34 Jahre nach der letzten Rallye statt. „Wir waren vorher alle sehr aufgeregt, aber es hat richtig gut funktioniert“, zog Rallyeleiter Hans-Udo Weckheuer ein positives Fazit. „Die Zuschauer haben unsere Aufrufe respektiert und sind zuhause geblieben. Die Teilnehmer waren sehr diszipliniert und haben eine Wiederholung gefordert.“ Mit einem Schmunzeln ergänzte er: „Bis zur nächsten ‚Ostwestfalen‘ wird es nicht mehr so lange dauern, wir kommen nächstes Jahr wieder.“

Dennis Rostek gewinnt den Auftakt beim HJS DRC Rallye Cup im Norden
„Das war eine super organisierte Veranstaltung, ein absolut würdiger Auftakt für den HJS DMSB Rallye Cup in der Region Nord“, bestätigte Dennis Rostek den Veranstalter. Zusammen mit Co-Pilot Michael Wenzel gewann der Bückeburger im VW Polo R5 souverän die ‚Ostwestfalen‘. Vom Start weg übernahm er die Führung, fuhr eine Bestzeit nach der anderen nur in der achten von neun Prüfungen hatte er einen kleinen Ausrutscher. „Es sieht von außen so einfach aus, wenn man quasi im luftleeren Raum eine Veranstaltung anführt. Alle erwarten, dass du gewinnst und ich war sehr aufgeregt. Mir ist es viel lieber, wenn ich um jede Sekunde kämpfen muss. Trotzdem hatten wir viel Spaß!“

Eine sensationelle Vorstellung lieferte Walter Gromöller mit Co Heiko Bender im Rallye-Oldie Opel Ascona 400. Auf der letzten Wertungsprüfung fuhr der Lokalmatador im Hecktriebler sogar die schnellste Zeit des gesamten Feldes. Der zweite Gesamtrang war der Lohn für diesen bemerkenswerten Auftritt. Eine gelungene Premiere im Citroën DS3 R5 lieferten Daniel Földesch / Alexander Bennig ab. Den ersten Einsatz im Turbo-Allradler beendeten sie mit Platz drei auf dem Podium.


Bernard Moufang ist bester Youngster und führt Cup-Gesamtwertung an.
„Das ist der genialste Saisonauftakt, den ich mir vorstellen kann“, strahlte der Nordhesse Bernard Moufang im Ziel. Gemeinsam mit Co-Pilotin Lena Sophie Tippner pilotiert er einen BMW 320i. Mit dem Sieg in der mit 19 Startern teilnehmerstärksten Klasse NC3 sicherte sich der 25-Jährige 9,74 Punkte. Damit auch Teams mit schwächeren Fahrzeugen Chancen auf den Sieg im HJS DMSB Rallye Cup werden die Punkte in den leistungsgerecht eingeteilten Klassen vergeben. Hier gilt: Je mehr Teilnehmer man hinter sich lässt umso mehr Punkte kann man gewinnen. Mit diesem Ergebnis führt Moufang nicht nur die Junior-Wertung klar an, er liegt auch an der Spitze der Cup-Gesamtwertung. Dabei war der Weg zum Klassensieg nicht einfach, im Ziel der ersten Prüfung wurde er nur auf dem dritten Rang notiert. „Nach der langen Pause musste ich erst einmal wieder den richtigen Rhythmus finden, zudem waren die oft engen Abzweige nicht ideal für meinen BMW.“ Doch der Youngster kam immer besser in Fahrt und übernahm mit mehreren Klassen-Bestzeiten in der achten von neun WP die Spitze. Der Vorsprung auf Maurice Naumann / Marc Wissemann im Honda Civic TypeR betrug im Ziel 7,7 Sekunden. Bei ihrem Kampf um den Klassensieg schoben sich Moufang und Naumann bis auf die Plätze elf und zwölf der Gesamtwertung nach vorn. Mit den 9,21 Zählern für den zweiten Platz in der Klasse NC3 sicherte sich Nauman auch den zweiten Platz in der Cup-Gesamtwertung. Der zweite Platz in der Klasse NC4 brachte Mike Melzer / Carolin Schröter in ihrem Suzuki Swift 8,64 Punkte. Das bedeutete gleichzeitig den dritten Cup-Platz in der Wertung nach dem ersten Lauf.


HJS-DMSB Junior Jonas Ertz überzeugte beim ersten Auslandseinsatz
Die 41. Rally Internationale del Casentino (03. Juli 2021) rund um Bibbiena lieferte die perfekte Kulisse für den ersten Auslandseinsatz des HJS-DMSB Junior Jonas Ertz mit seiner Copilotin Maresa Lade. Das Nachwuchsduo steigerte sich während ihres zweiten Starts im Toyota GT86 auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen durch die Toskana von Kilometer zu Kilometer und schloss als dritt-klassierte in der RC3 ab. Selbst ein kleiner Ausrutscher bremste den Vorwärtsdrang bei ihrem zweiten Start im Toyota GT 86 nur kurz...
 

Große Begeisterung während des Trainings und der Testprüfung am Freitag
Die Stimmung im Team könnte nicht besser sein! Bereits während der Besichtigungsrunde schwappte das italienische Flair über und ein breites Grinsen setzte sich in den Gesichtern von Jonas und Maresa fest: „Hier ist eine ganze Nation im Rallyefieber – so etwas haben wir noch nicht erlebt...,“ schwärmten die Youngster von der einmaligen Atmosphäre in Italien. Im Vorfeld gab es einen „Shakehands“ in der Region, welcher der optimalen Eingewöhnung auf die Charakteristik der Prüfungen diente: „Die Strecken sind einfach unglaublich und nicht vergleichbar mit dem was wir von zu Hause kennen. Hier folgt Kurve an Kurve und es geht ständig bergauf und ab, da gibt es keine Zeit zum Verschnaufen und die Zusammenarbeit im Cockpit muss perfekt funktionieren. Wir nutzten den Shakehands in vier Durchgängen und erarbeiteten uns ein gutes Setup – es fühlt sich alles richtig gut an“, zeigte sich Aresake vor dem Start in bester Laune.
 

Gute Zeiten, ein kleiner Fahrfehler und doch noch aufs Podium
Pünktlich um 10:30 Uhr startete am Samstagmorgen die Rallye zur ersten von sieben Sonderprüfungen. Jonas und Aresake gingen im Toyota GT86 mit der Startnummer 45 in dem mit weit über 100 Fahrzeugen hochwertig besetzten Teilnehmerfeld ins Rennen. “Es lief von Beginn an sehr gut und wir konnten den Abstand zur Klassenspitze sukzessive verringern. Nach WP 5 hatten wir nur noch 8 Sekunden Rückstand auf den zweiten Klassenrang. In WP 6 verpassten wir in einer Kurve den Bremspunkt und rutschten frontal in einen Graben. Wir verloren nur wenig Zeit, doch kurze Zeit später ging die Wassertemperatur hoch, so dass wir in der WP nochmals stoppten, um nachzuschauen was los war. Glücklicherweise hatte der Kühler nichts abbekommen, jedoch war in der Luftzufuhr alles voller Laub, das ich schnell entfernte. Der Stopp kostete ca. 90 Sekunden, wodurch wir auf den vierten Platz abrutschten“, erklärte Jonas die Situation. Die Abschlussprüfung über 22 Kilometer startete nach Einbruch der Dunkelheit – hier fuhr das Duo konzentriert und fehlerfrei, was ihnen am Ende den dritten Klassenrang bescherte.


Tolle Leistungskurve und super Stimmung im Team
„Das war schon richtig gut“, lobte Klaus Osterhaus beim Zieleinlauf in Bibbiena. „Jonas und Maresa steigerten sich kontinuierlich und näherten sich dem Limit immer weiter an. Die Zusammenarbeit im Cockpit und dem gesamten Team funktioniert perfekt. Auch nach dem kleinen Ausrutscher in WP 6 machten sie alles richtig und riskierten keinen weiteren Schaden. Nach der Zielankunft musste das Duo standesgemäß im Fahreranzug in den Pool – wir blicken frohen Mutes nach vorne und freuen uns auf die kommenden Einsätze,“ zeigte sich der Mentor sichtlich begeistert.


Informationen zum HJS-DMSB Junior Jonas Ertz:
https://www.hjs-drc.de/junior-f%C3%B6rder-talent-saison-2021/

 

Informationen zur Rally di Casentino:
https://www.scuderiaetruria.net/it/rally_del_casentino/

 

Weitere Informationen zum HJS DMSB Rallye Cup:

www.hjs-drc.de

https://www.facebook.com/HJSDRC/

https://www.instagram.com/hjsmotorsporttuning/

 

 

Text & Bilder:
RBH - Jürgen Hahn
Redaktionsbüro & Sport-/Eventfotografie-Sascha Dörrenbächer

 


Veröffentlicht am: 07.07.2021 | Kategorie: News | Zugriffe: 4387
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