Historische Fahrzeuge: Für Autos ab 30 Jahren gibt es das H-Kennzeichen

Die Einstufung als „Kulturgut“ bringt Vorteile. Autos kommen, im Unterschied zu manchen Zeitgenossen, am 30. Geburtstag nicht in eine Sinnkrise, doch auch für sie ist die 30 ein echter Wendepunkt: Sie können sich, sofern sie das Zeug dazu haben, um die Kultur verdient machen, sprich eine Einstufung als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ erhalten.

Als Lohn winkt das H-Kennzeichen für „historische Fahrzeuge“. Der Gesetzgeber macht es Oldtimer-Besitzern mit einem günstigen pauschalen Beitrag in der Kfz-Steuer schmackhaft, eine Einstufung als Oldtimer zu beantragen. „Mit H-Kennzeichen steht dem Auto-Klassiker einer uneingeschränkten Nutzung im Straßenverkehr nichts mehr im Wege. Außerdem kann er auch ohne grüne Plakette in Umweltzonen einfahren, sofern es auf regionaler Ebene keine anderweitigen Regelungen gibt“, erklärt Oldtimer-Experte Andreas Lahne von DEKRA.

Wer sein Schätzchen nur zu Oldtimer-Veranstaltungen ausführen möchte, kommt auch mit dem roten 07er-Kennzeichen klar, bei dem das Fahrzeug keine Betriebserlaubnis benötigt. Diese Zulassungsvariante ist auch für Sammler mit mehreren Fahrzeugen interessant, zumal sie als Wechselkennzeichen für mehrere Fahrzeuge verwendet werden kann. Voraussetzungen für die rote 07 sind eine Oldtimer-Begutachtung nach §23 StVZO durch einen Kfz-Sachverständigen, wie etwa von DEKRA, sowie die Zustimmung der lokalen Zulassungsstelle.

Um ein H-Kennzeichen bei der Zulassungsstelle zu beantragen, muss das Fahrzeug vor mehr als 30 Jahren erstmals die Zulassung für den Straßenverkehr erhalten haben, eine gültige HU haben und in gutem Zustand sein. Weiter muss es weitgehend dem Originalzustand entsprechen oder mit Originalteilen restauriert worden sein. Allerdings sind zeittypische Veränderungen aus den ersten zehn Jahren nach Erstzulassung möglich. Für die H-Zulassung sind folgende Unterlagen erforderlich: neben einem gültigen Personalausweis die eVB-Nummer der Versicherung, die Zulassungsbescheinigungen I und II (Schein und Brief), der Bericht der gültigen Hauptuntersuchung sowie ein gültiges Oldtimergutachten nach §23 StVZO, unter Umständen noch das bisherige Kennzeichen.


Veröffentlicht am: 15.03.2022 | Kategorie: News | Zugriffe: 1231
Dieser Newsbeitrag wurde verfasst von:

DMV Redaktion

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